KidWorld: Kurzbeschreibung

Stil: KidWorld ist ein düsteres Setting. Die Leute haben niemanden der ihnen helfen und müssen furchtbare Dinge tun müssen um zu überleben. Die Gesellschaft ist zerstört und die Charaktere wissen nicht wo sie hineingeraten wenn sie in die nächste Stadt reisen. Es ist eine Welt der Gegensätze, in der friedliche Demokratien nur Kilometer von grausamen Diktaturen entfernt existieren. Vor allem ist es eine Welt in der die menschliche Natur; Freundlichkeit, Neugier und Hoffnung sowie Grausamkeit, Vorurteile und die Tendenz dem Gruppenzwang nachzugeben in den Vordergrund gerückt sind und nun in ihrer puren, rohen Form über KidWorld herrschen.

Hintergrund: KidWorld spielt vier Jahre nach dem Ausbruch der Seuche. Diese mysteriöse Krankheit breitete sich schnell über der ganzen Welt. Sie tötete einen Großteil der menschlichen Erwachsenen und ließ die Überlebenden erblinden. Als die Erwachsenen realisierten, dass sie blind wurden und die Kinder nicht, verbreitete sich die Angst davor, dass Amerikas Feinde Kinderarmeen aufstellen und sie verwenden um das Land anzugreifen.

Deshalb nahm die Armee Kinder gefangen, um sie selbst auszubilden und nicht verteidigungslos zu sein.

Doch die Armee fing mehr Kinder als sie kontrollieren oder versorgen konnte. Die Kinder rebellierten und flohen. Dies führte zu einer Gesellschaft in der sowohl Kinder als auch Erwachsene glauben, dass ihre einzige Option ist zu versklaven oder versklavt zu werden. Es gibt vier grundlegende Arten von Gemeinschaften in KidWorld:

  • Gemeinschaften nur aus Kindern. Erwachsene sind entweder nie aufgetaucht oder werden ferngehalten. Diese Gemeinschaften kommen am häufigsten vor. Einige der Kindergemeinschaften sind friedlich und wohlhabend, in anderen herrschen Gewalt, Vorurteile, Wahnsinn und Anarchie.
  • Kindergemeinschaften, in denen Erwachsene versklavt werden um von ihrer Kraft und ihrem Wissen zu profitieren, ohne dass ihnen jemals wirklich vertraut wird.
  • Gemeinschaften nur aus Erwachsenen. Die meisten wollen, dass Kinder bei ihnen leben und ihnen helfen, können aber keine finden, die das wollen. Die meisten überleben mit subsistence Landwirtschaft.
  • Gemeinschaften, in denen Erwachsene Kinder versklaven um sie als ihre Augen zu verwenden.

    Die Seuche existiert noch in KidWorld. Kinder die noch sehen können wissen, dass sie langsam erblinden werden je älter sie werden.

    Technologie: Die Stromnetze sind zerstört, nationaler und internationaler Handel (inklusive Agrarhandel) wird nicht mehr betrieben und Güter, die nicht mehr hergestellt werden können (vor allem Benzin, Medikamente, teilweise Munition) sind extrem selten. Ein paar Gemeinschaften beziehen immer noch Strom (durch Solaranlagen, Windmühlen oder sogar handbetriebene Generatoren) um Geräte zu betreiben oder sogar über Kurzwellenfunk mit anderen Gemeinschaften zu kommunizieren. Meistens haben Gemeinschaften, in denen Erwachsene Kinder versklaven, die beste Infrastruktur (da sie das Wissen dafür besitzen und die Fähigkeit um es zu verwenden). Die meisten Gemeinschaften jedoch machen Licht mit Kerzen und Feuern, plündern verlassene Gebäude um Werkzeug, Waffen und Kleidung zu bekommen und haben nur Bücher, Akustikinstrumente und sich selbst zur Unterhaltung.

    Einige Gemeinschaften haben herausgefunden wie sie Landwirtschaft betreiben oder sonst wie Lebensmittel bekommen können und handeln häufig damit. Einige Erwachsenengemeinden, die Landwirtschaft betreiben, können kaum genug erzeugen um sich selbst zu ernähren, da ihnen die Sinne dafür fehlen. Es wird nicht genug Essen produziert und viele (meist Kinder) sind dazu gezwungen, die rasch schwindenden Vorräte an haltbaren Lebensmitteln zu verwenden, die vor der Seuche erzeugt wurden, um nicht zu verhungern.

    Viele Erwachsenengemeinden halten Sklaven um trotz ihrer Blindheit zu überleben. Sie zwingen Kinder dazu sie zu führen, für sie zu lesen, für sie Technik zu reparieren oder sogar zu operieren. Die Erwachsenengemeinden ohne Kindersklaven sind dazu gezwungen ihr Handicap durch Einfallsreichtum zu kompensieren. Einige der möglichen Einfälle sind Wachen, die mit einem Netz von Schnüren verbunden wurden um Eindringlinge zu fühlen; Fahrräder die an Flaschenzugsysteme angeschlossen wurden um sich in der Stadt mit hoher Geschwindigkeit fortzubewegen; Karten aus Ton mit hervorgehobenen Zeichen und „sie sind hier“-Symbolen an jeder Straßenecke und viele mehr.

    Organisationen: Die meisten Gemeinden sind vollkommen autonom. Einige haben wenig Kontakt mit anderen, andere kommen mit der Außenwelt nur durch reisende Händler in Kontakt. Weil Reisen anstrengend und gefährlich sind und Langstreckenkommunikation selten, gibt es nur wenige Organisationen die sich über größere Flächen ausbreiten können als eine Stadt oder ein Dorf. Die meisten dieser Organisationen sind Reste des Militärs, Kulte (wie dem Kult des jüngsten Gerichts, der behauptet für die Seuche verantwortlich zu sein) und neue Religionen (wie „God’s War“, eine Anti-Erwachsenenreligion die in Miami gegründet wurde).

    Gefahren: Bedrohungen für die Bewohner von KidWorld sind unter anderem wilde Tiere, Krankheiten, Fallen (sowohl neue als auch alte die während des Beginns der Seuche und des Chaos aufgestellt wurden um sich vor Plünderern zu schützen), apokalyptische Kulte, Sklavenhändler, Banditen und Augenesser (Erwachsene, die Kinderaugen essen um kurzzeitig ihre Sehkraft wiederzuerlangen. Doch die größte Gefahr sind die Kinder. Einige von ihnen sind aus demselben Grund gefährlich wie Erwachsene (Fanatismus, Vorurteile, Grausamkeit, Gier, Verzweiflung). Am gefährlichsten macht sie jedoch ihre Neigung zum Gruppenzwang. Viele von ihnen glauben Sachen nur weil andere Kinder dasselbe tun, was Kindergemeinden zu wahnsinnigem oder hoch unmoralischem Verhalten führen kann.

    Charaktere: Spieler können voll sichtfähige Kinder, teilweise blinde Jugendliche oder blinde Erwachsene spielen. Das Primärziel aller Charaktere ist es zu überleben. Sekundärziele können das Finden von verlorenen Familienmitgliedern, der Wiederaufbau der Zivilisation oder das Entwickeln einer Heilung für die Seuche sein. Die Charakterklassen von Kindern beziehen sich auf „Professionen“ beziehen (bzw. den Weg, den der Charakter eingeschlagen hat um zu überleben). Das heißt: „Builders“ bauen, Reiter haben Pferde, „Scouts“ haben Wildnisfähigkeiten etc.. Erwachsenenklassen beziehen sich auf die Stärken, die dem Charakter am meisten beim überleben halfen: „Brains“ haben durch ihr Wissen und ihre Cleverness überlebt, „Brawns“ nutzten ihre körperliche Stärke oder ihre Fähikeit sich zu verteidigen und „Mouths“ durch ihre Fähigkeit zu organisieren, zu überreden und zu manipulieren.

    Charaktererstellung: Der Spieler wählt ein Alter. Das setzt die Anzahl an Attributpunkten, Beschränkungen bei bestimmten Attributen und eventuell die Einschränkung der Sicht fest. Dann wählt der Spieler eine Charakterklasse, die die Kosten für Fähigkeiten und die Ressourcen bestimmt. Das Erstellungssystem ist sehr flexibel. Es unterstützt bestimmte Möglichkeiten aber bestimmt nicht wer der Charakter ist oder was er kann. Dann kauft der Spieler Fähigkeiten und Ausrüstung und rundet den Charakter durch Vor- und Nachteile ab. Erfahrungspunkte können verwendet werden um Attribute und Fähigkeiten zu erhöhen. Sie erhöhen auch eventuell das Alter des Charakters (200 XP = ein Geburtstag) und geben dadurch noch mehr Attribute, lassen ihn dadurch aber auch älter (und mit der Zeit blinder) werden.

    Spielmechanismen: Die Regeln bauen auf ein einfaches System auf: Attribut + Fähigkeit (+ andere Faktoren) + 1W20 gegen den Schwierigkeitsgrad der Aktion. Entgegengesetzte Würfe werden gemacht wenn zwei Aktionen in Konflikt miteinander stehen: Jede Partei versucht den Schwierigkeitsgrad höher zu übersteigen als die Gegenseite. Kämpfe werden durch entgegengesetzte Aktionen und Reaktionen mit verschiedenen Schwierigkeiten und Effekten geregelt. Im Kampf kriegt jeder jede Runde eine Aktion um etwas gegen einen Gegner zu unternehmen und eine Reaktion wenn jemand etwas gegen ihn unternimmt.

    Settingoptionen: KidNight ist eine Variante in der die Vorstellungen von Kindern in Bezug auf Glück, Wünsche, Geister, Monster und ähnliches wahr sind. Kinder haben Zugang zu übernatürlichen Fähigkeiten und weitere Möglichkeiten übernatürliche Charaktere zu kreieren. KidSurreal ist ein anderes Setting, in dem, statt einer Plage, der perfekte Sommernachmittag das Zeitempfinden der Kinder so stark erweitert hat, dass Kinderreiche aufsteigen und fallen können, ohne dass die Erwachsenen überhaupt merken, was da passiert.

    Regeloptionen: Enthalten ist außerdem KidWorld-L, ein vereinfachtes Charaktererschaffungs- und Regelsystem für kurze oder spontane Runden und LARP.

    Translation thanks to Arabascan

    KidWorld